
Warum brauche ich eine Zahnspange?
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Der Zahn und die Mundhöhle – Teil 2
27. September 2016Wozu dienen Zähne eigentlich?
Zähne dienen dem Menschen primär zur Zerkleinerung der Nahrung und Anreicherung mit Speichel zur besseren Aufnahme durch die Speiseröhre. Den Schneide- und Eckzähnen kommt dabei primär eine Reißfunktion zu Teil und den Backenzähne eine Mahlfunktion.
Der Speichel wird durch 3 Drüsen produziert, welche ihre Ausführungsgänge zur Mundhöhle haben. Namentlich sind dies die Glandula Parotis am Ohr mit Ausführungsgang zu den oberen Backenzähnen, die Glandula submandibularis und Glandula lingulais mit Ausführungsgängen zu den unteren Schneidezähnen. Dem Speichel kommen dabei wichtige Funktionen zu: Abpufferung von Säuren, Remineralisation der Hartsubstanz, Beschichtung der Zähne, Abwehr von Bakterien und Andauung von Nahrung. Die Hauptbestandteile des Speichels sind zu 99% Wasser, Enzyme, Immunglobuline und Glykoproteine.
Wie viele Zähne hat ein erwachsener Mensch?
In seiner Gesamtheit hat der erwachsene Mensch 32 Zähne, welche sich in 4 Schneidezähne,1 Eckzahn, 2 Prämolaren und 3 Molaren pro Kiefer einteilen. Durch die weicher werdende Kost finden wir jedoch immer weniger Weisheitszähne im erwachsenen Kiefer vor.
Wie viele Zähne haben Kinder?
Beim Kind finden wir 20 Milchzähnen vor, welche in 4 Schneidezähne, 1 Eckzahn und 2 Molaren eingeteilt werden. Der Milchzahn zeichnet sich vor allem durch einen deutlich größeren organischen Anteil aus, was dazu führt, dass es nach Karies schneller zu einer Entzündung der Pulpa kommen kann.
Struktur & Unterschiede des Zahns
Strukturell ist der Zahn in drei Schichten unterteilt: Pulpa (der Nerv), Dentin (organischer Anteil) und Schmelz (anorganischer Anteil). Mit seiner Zahnwurzel ist der Zahn im Knochen über desmodontale Fasern ( Fasern, welche Zemetn und Knochen miteinander verbinden) verankert. Die Pulpa des Zahns wird über eine Gefäß-Nerven Bündel, welches durch die Spitze der Wurzel in den Zahn gelangt, versorgt. Auf der Zahnwurzel aufliegend ist der Zement, welcher durch den Faserapparat mit dem Parodont verbunden ist.
Des Weiteren unterscheiden sich die einzelnen Zähne durch die Anzahl der Wurzeln; Schneide- und Eckzähne zeichnen sich in der Regel durch eine Wurzel aus. Bei den Prämolaren ist dies ebenso der Fall; Ausnahme bildet hier der obere, erste Prämolar, welcher zweiwurzlig ist.
Untere Molaren (Backenzähne) zeichnen sich durch eine vordere und eine hintere Wurzel aus; Oberkiefer Molaren haben drei Wurzeln: eine vordere, eine hintere und eine Wurzel zum Gaumen. Weisheitszähne oder 3. Molaren können in der Zahl und Gestalt der Wurzeln sehr unterschiedlich sein.

In den nächsten Teil dieser Artikelreihe erfahren Sie alles über die Entstehung von Karies und Erkrankungen der Pulpa

