
Die Moderne Wurzelkanalbehandlung Teil 1/4
2. September 2016
Die Moderne Wurzelkanalbehandlung Teil 3/4
6. September 2016Trepanation – die Öffnung des Zahnes
Dringt die Karies bis zum Nerv vor und es entwickelt sich eins der oben genannten Krankheitsbilder, wird es notwendig eine Wurzelkanalbehandlung zu initiieren.
Erster Behandlungsschritt ist die deutliche Darstellung der Kronenpulpa mittels Trepanation. Trepanation bedeutet dabei das Eröffnen der koronalen(Kronen) Pulpa und Darstellen der einzelnen Kanaleingänge. Die Zahnhartsubstanz wird mittels Turbine und einem diamantierten Bohrer entfernt; sobald die Eingänge der Wurzelkanäle dargestellt sind, werden diese mit Feilen von Gewebe befreit.
In der initialen Schmerzbehandlung ist es wichtig die koronalen Anteile der Pulpa zu entfernen und die Wurzelkanäle initial aufzubereiten. Dies führt zu einer deutlichen Reduktion der Schmerzempfindlichkeit des Patienten. Ist die Trepanation abgeschlossen, wird der Zahn in der Regel mit einer Calciumhydroxideinlage, einem Wattepellet und einer provisorischen Füllung verschlossen bis zum Termin der definitiven Abfüllung. Die medikamentöse Einlage dient dazu der Entzündung des Nervs entgegenzuwirken. Das Wattepellet fungiert als Kavitätentoilette(Auffangbehälter für Bakterien) und die provisorische Füllung schützt den Zahn vor den Bakterien des Speichels. In der Regel sollte diese medikamentöse Einlage 1 Woche bestehen, bevor der Zahn definitiv abgefüllt wird. Nachfolgend soll anhand von klinischen Patientenbildern die Trepanation verdeutlicht werden.

Links: Trepanation OK 6er; rechts: Trepanation UK 6er

